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Ländlich und von Natur umgeben liegt der Markt Dachsbach inmitten des unteren Aischgrundes. Natur pur und dennoch mit allen wichtigen Einrichtungen ausgestattet, befindet sich Dachsbach genau zwischen Markt Uehlfeld und Gerhardshofen.

Steil ragt sie in den Himmel, das „Hohe Haus“, wie der ehemalige Wohnturm der Wasserburg genannt wird. Das 25 Meter hohe Wahrzeichen von Dachsbach, auch als Wasserschloss betitelt, befindet sich am westlichen Rand des Ortes. Zur ehemaligen Burg, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt und von Kriegen nicht verschont geblieben ist, gehörte auch eine Schlosskapelle, auf deren Grund nun die Pfarrkirche St. Marien steht. Der Rundturm wurde Ende des 18. Jahrhunderts zum Gartenhaus umgebaut. Im teilweise restaurierten, ehemaligen Wohnturm finden heute manchmal Kunstveranstaltungen statt, ansonsten ist er nicht zu besichtigen.

© VG Uehlfeld
© VG Uehlfeld
© VG Uehlfeld

Insgesamt sieben Ortsteile gehören zum Markt. Am höchsten gelegen ist der Ort Rauschenberg. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der „Gänshof“ erwähnt, ein wirtschaftliches Vorwerk der Burg Oberhöchstädt. Bis heute gibt es in Rauschenberg zwei Schlösser, ein altes und ein neues, die beide in Privatbesitz sind.

Der Amtmann Herrgott ist daran Schuld, dass die Dachsbacher auch heute noch den Spitznamen „die Herrgottsköpf“ tragen. Sogar als Berater des österreichischen Kaisers in Wien tätig, versuchte der Amtmann im 18. Jahrhundert, diese majestätische Lebensführung auch in Dachsbach zu etablieren. So ist es nicht verwunderlich, dass auf ihn das Sprichwort, jemand lebe „wie der Herrgott von Dachsbach“, zurückgeht.

Prunk und Extravaganz findet man heutzutage nicht in Markt Dachsbach, dafür Ruhe und Gemütlichkeit. Die gute Infrastruktur erlaubt ein schnelles Erreichen der nächstgrößeren Städte. Erholung bietet auch die Umgebung des Aischgrundes. Verschiedene Gastronomiebetriebe sorgen für das leibliche Wohl.

Im Markt Dachsbach findet jedes Jahr eine Kunstausstellung statt, welche im weiten Umkreis sehr bekannt ist. Die Veranstaltung kann an drei Tagen besucht werden. Auch der alljährliche Johannimarkt im Juni erfreut sich allgemeiner Beliebtheit.

Sehenswert ist beispielsweise das ehemalige Schulhaus, das später ein Rathaus wurde und nun ein Wohnhaus ist. Auch die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Marien gibt es zu besichtigen sowie das ehemalige Amtshaus.

Im Kindergarten Hirtenhaus werden die Kleinen betreut, die älteren Kinder werden in der Grundschule Dachsbach-Gerhardshofen unterrichtet. Auf Spielplätzen können die Kinder sich austoben. Wochenendausflüge mit der ganzen Familie sind kein Problem, Rad- und Wanderwege finden sich in unmittelbarer Nähe. Ein neuer Aischtal-Radweg befindet sich derzeit in der Entstehung. Dieser wird nicht nur zwei Brücken, sondern auch eine Anbindung an den Ortskern haben und am Wasserschloss, der Kirche und dem Rondell vorbeiführen.

Im weiten Tal der Aisch liegt mein Heimatdörflein schön,
bekränzt von Wald und Fluren und kleinen Bergeshöh`n.
Spitz drüber ragt ins Himmelblau
Der Kirche Fachwerk Turm.
Des Wasserschlosses wucht`ger Bau
Trotzt wacker Wind und Sturm.
Und jeder von den beiden denkt
so manche hundert Jahr:
Wie hat uns Gott so reich beschenkt,
beschützt vor viel Gefahr.

Die grünen Wiesen gründe durchzieht ein Silberband.
Viel Bäume, Busch und Hecken beleben Dorf und Land.
Und über stillen Weihern sacht,
der Störche schwerer Flug
und über Feldern Pracht
der weißen Wolken Zug.
Wie hat doch unser Heimatland
der Schöpfer schön gemacht!
O Mensch, erhebe Herz und Hand,
dass ihm sei Dank gebracht!

In unserem Aischtal baut man besonders guten „Kree“
berühmt sind unsre Karpfen, bekannt ist unser Tee.
Zwar sagt man manchmal uns im Scherz:
„Ihr seid die Herrgottsköpf“
Das macht in Dachsbach keinen Schmerz,
auch anderswo gibt`s „Tröpf“
Ob Bürger, Bauer, Arbeitsmann:
In Freud und auch im Leid
zufrieden schickt sich jedermann
in gut und schlechte Zeit.

Die Welt ist groß und weit und zuweilen wunderbar.
Ich sehe sie gerne an, doch ich lieb von Jahr zu Jahr
mein trautes Dörflein immer mehr,
wo meine Wiege stand.
Und eines wünsche ich mir sehr:
Im lieben Heimtatland
Da will ich, wenn Gott einst ruft
auch dann begraben sein
und gerne bei meiner Eltern Gruft
zum Himmel gehen ein.

nach Pfarrer Eugen Enz, Dachsbach 1955

Das erst kürzlich restaurierte "Dachsbachische Gemein Buch" können Sie im Rathaus Dachsbach in digitaler Form auf CD erwerben.